Arbeitskreis Naturnahes Grün

Mitglied in der Lokalen AGENDA Mainz

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  • Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
  • Ein Artenschutzprojekt
  • von Bürgern für Bürger

Auge in Auge mit dem „Wolf“

Auge in Auge mit einem Wolf. Wer kann sich außer mir damit rühmen!? Mein Wolf hatte sogar fünf Augen. Etwas schmälert allerdings meinen Ruf: Der Wolf war der Bienenwolf.

Trotzdem! Diese Wespenart ist und bleibt gefährlich, wenn auch nur für Honigbienen. Sie überfällt diese immer beim Blütenbesuch, nie im Bienenstock. Aber weil die Art selten ist, gilt sie als unschädlich für Honigbienenbestände.

Dieser „Wolf“ unter den Insekten lähmt das Opfer mit einem Stich, das Gift wirkt innerhalb von Sekunden. Die Biene wird als Proviant für den Nachwuchs in die Brutzellen geschleppt, dort vom „Wolf“ abgeleckt, wodurch der Speichel das Opfer am Verschimmeln hindert. Jetzt wird es unschön: Nachdem Larven aus den Eiern des „Wolfes“ schlüpfen, machen die sich über die gelähmten Opfer her, wobei die noch eine Weile leben, weil lebenswichtige Organe zuletzt verspeist werden. Horror!!! Die Larven spinnen sich nach ihrer Mahlzeit in Kokos und schlüpfen dann im Frühjahr. Die kleinen „Wölfchen“!

Ich entschuldige mich für diese reale Geschichte. Die nächste wird harmloser!

(nicht im Naturschaugarten beobachtet)

 

Schöpfungsgottesdienst 6.9.2026

Das Motto für den Ökumenischen Tag der Schöpfung 2026 „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ – rief als herausfordernde Frage in Erinnerung, dass die Schöpfung nicht dem Menschen gehört. Vielmehr sind wir Menschen Teil dieser Schöpfung und mit allem Leben zutiefst verbunden. Es mahnt zu Demut und Dankbarkeit angesichts der Vielfalt und Schönheit der Erde. Zugleich weist die Frage auf den Wert der Biodiversität und die für den Menschen kaum fassbare Resilienz der Schöpfung hin. (Text: Churches-4-future)

Pfarrer Heiligenthal hielt zu dem Thema eine eindrucksvolle Predigt. Die Fürbitten von Churches4Future zeigten zudem noch einmal deutlich auf, dass man mit Mut und Kraft Problemen wie Klimakrise, Artenschwund, Umweltzerstörung und Kriegen begegnen und entschlossen handeln müsse. Aussagen, die auffordern, gemeinsam aktiv zu werden.

Wir freuten uns sehr über die engagierte Veranstaltung. Gerne auch wieder im nächsten Jahr wieder!

Tisch im Garten 4.9.2026

Schön war`s, in kleiner geselliger Runde, bei Kaffee und Tee. Wir hatten ein schattiges Plätzchen unter dem Nussbaum, aber auch Plätzchen zum Knappern 🙂 . Nicht zu vergessen: Es gab gute Gespräche und eine kleine Führung, zusammen mit Gerold Baring-Liegnitz, einem erfahrenen Naturgartengestalter.

Einen schönen Abschluss gab es mir ein paar Runden Rummikup. Besser geht nicht: Geselligkeit, Spaß und natürlich Natur!

Nächster Termin Fr. 2. Okt

Aktiv im Garten – 28.08.2026

Etwa viermal im Jahr gibt es einen „Aktivtag im NaSchau“
Am 28. Aug begann alles wie üblich: mit einem opulenten Frühstück im Naturgarten. Aber Regen war angekündigt. Und dank der Wetterfühligkeit eines Mitstreiters (oder war es wg. einer Wetter-APP?) waren wir vorgewarnt und hatten unser „Vereinsheim“ aufgebaut (unschwer auf dem Bild zu erkennen). Und so wurde niemand nass (und das Frühstück wunderbar lange).
 
Der Regen hatte es in sich und er hatte etwas für sich: Der Boden war weicher und  erleichterte das Entfernen von Baumsämlingen.
 
Überhaupt war`s ein toller Tag, denn einige von der Nachhaltigkeitsinitiative Bretzenheim halfen bei den Arbeiten.
 
Dazu ein paar Bildchen, damit Sie im Bilde sind 🙂 . 
Aktiv Aug 2026
 

Riecht nach Moschus?

Vor kurzem schrieb ich was zum Moschusbock. Ich bleibe in etwa beim Thema: die Moschusmalve. Den Moschusduft der Blüten konnte ich nicht wahrnehmen, aber ich glaube, dass dem so ist. Ich glaube nur nicht an meine olfaktorische Fähigkeit. Meinen Augen dagegen kann ich trauen: Sie ist eine Schönheit!

Die winterharte Staude war ursprünglich am Mittelmeer zuhause, wurde aber als Heilpflanze in viele europäischen Ländern eingeführt und ist längst aus den Gärten ausgebüchst, aber nicht invasiv. Sie ist eine gute Bienen- und Insektenweide, blüht von Juni bis Oktober.

Sie mag Sonne und Halbschatten. Dank ihrer Pfahlwurzel übersteht sie auch Trockenperioden. Sie eignet sich auch als Kübelpflanzen. Das geht übrigens auch mit der ebenfalls sehr schönen Wilden Malve.

Wenn man die unreifen Samenkapseln sauer einlegt, können sie als Kapernersatz dienen. Hab‘ ich noch nicht ausprobiert, gustatorisch bin ich auch nicht sehr begabt. Ich lasse lieber die Samen ausreifen und sich aussamen. Einfach auch mal lassen können!